DAS PROGRAMM

Dienstag, 4. April 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

In Zusammenarbeit mit der VHS Unteres Remstal

Das Labyrinth der Wörter

Land/Jahr: FR  2010   Regie: Jean Becker   Länge: 83 Min.   
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Manchmal kann eine Begegnung das ganze Leben verändern. Hier ist es das Treffen des ungebildeten und auch recht ungehobelten Germain (Gérard Depardieu) und der kleinen alten Margueritte, die eine große Leidenschaft für Bücher hat. Vierzig Jahre und hundert Kilo trennen die beiden und doch setzt sich Germain zufällig neben sie. Sie treffen sich immer wieder im Park und Margueritte liest ihm Passagen aus den großen Romanen der Weltliteratur vor, öffnet eine für ihn bisher verborgen gebliebene, magische Welt. Doch Margueritte verliert langsam ihr Augenlicht und Germain tut alles, sich bei ihr zu revanchieren.

Regisseur Jean Becker ist ein zu Herzen gehender, lustiger, und durch und durch menschlicher Film gelungen, der mit meisterhafter, auf den Punkt gebrachter Leichtigkeit sein Thema beschwört: den Realismus des Landlebens, den Charme und die Kultiviertheit des Herzens der so genannten „Kleinen Leute“.

Dienstag, 9. Mai 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Toni Erdmann

Land/Jahr: AT/DE 2016     Regie: Maren Ade     Länge: 162 Min.     
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Winfried, ein sozialromantischer Alt-68er (Peter Simonischek), beschließt spontan und unangekündigt seine Tochter Ines in Rumänien zu besuchen. Ines versucht dort als Unternehmensberaterin aufzusteigen und sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Doch Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben. Es kommt zum Eklat.  Statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, verwandelt sich Winfried in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er mischt sich in ihr Berufsleben ein und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Doch je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich…

Das alles ist derart intensiv und glaubwürdig gespielt, dass hier – in einer völlig neuen Form von Komödie – die Traurigkeit unseres Lebens zwischen Weinen und Lachen hochemotional verhandelt wird. (programmkino.de)

Cannes hat diesen Film gesehen und verrückt gespielt. Erst die Kritiker, dann das Publikum, dann die gesamte Branche. (Süddeutsche Zeitung)

Und über allem thronte in Cannes Toni Erdmann, ein meisterhaft punkiges Werk, das eine kollektive Katharsis gleich einem Erdbeben auslöste. (Le Monde)

Toni Erdmann ist eine Sensation. Eine feinsinnige Komödie über eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung und die Plausibilität des Irrwitzigen. (Die Zeit)

Originell bis ins Absurde. Vorbildlos, als würde die Komik im deutschen Kino gerade erst erfunden. (Deutschlandradio Kultur)

Im Dezember 2016 wurde Toni Erdmann bei den European Film Awards mit dem Hauptpreis als Bester Europäischer Spielfilm ausgezeichnet!
Daneben erhielt der Film das europäische Pendant zum amerikanischen Oscar auch noch in vier weiteren Kategorien:
Beste Regie (Maren Ade)
Bestes Drehbuch (Maren Ade)
Bester Schauspieler (Peter Simonischek)
Beste Schauspielerin (Sandra Hüller)

Dienstag, 18. Juli 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Die Bücherdiebin

Land/Jahr: DE/US 2014  Regie: Brian Percival   Länge: 131 Min. Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Liesel Meminger ist die Bücherdiebin, ein außergewöhnliches und mutiges Mädchen. Während des Zweiten Weltkriegs zerbricht ihre Familie und Liesel kommt zu den Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann. Durch die Unterstützung ihrer neuen Familie und durch Max, einen jüdischen Flüchtling, der von ihnen versteckt wird, erlernt sie das Lesen. Für Liesel und Max werden die Macht und die Magie der Wörter und ihre Phantasie zur einzigen Möglichkeit, den turbulenten Ereignissen, die um sie herum geschehen, zu entfliehen.

 „Die Bücherdiebin“ ist eine Geschichte über den Krieg und das Leid, das er verursacht. Doch es ist auch ein poetischer Film über Hoffnung, Zuversicht und die unzerstörbare Kraft der Fantasie, die nie verloren geht. Solange es Bücher gibt. (FBW)

Aufwendig produziert, gut gespielt, ernsthaft inszeniert, tränentreibend und beklemmend. Kurzum: eine gelungene Bücherverfilmung. (KulturSPIEGEL)

„Die Bücherdiebin“ ist weniger ein Historiendrama als eine anrührende Coming-of-Age Geschichte, die auch ein junges Publikum anzusprechen vermag. (programmkino.de)

Der Film war nominiert für den Oscars für die beste Filmmusik

Donnerstag, 28. September 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

The Imitation Game

Land/Jahr: GB/US 2014  Regie: Morten Tyldum   Länge: 114 Min. Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Der englische Mathematiker Alan Turing ist so verschroben wie grandios. Dank seiner Fähigkeiten gelingt es dem britischen Geheimdienst im Zweiten Weltkrieg, die als unangreifbar geltende Codierung der deutschen Enigma-Maschine zu knacken, mit der die Nazis ihre Befehle verschlüsseln. Dieses Wissen hat entscheidenden Einfluss auf den Kriegsverlauf. Der Sieg der Alliierten beschert dem Genie indes keinen Triumph. Seine Meisterleistung bleibt jahrzehntelang top secret. Schlimmer noch: wegen seiner Homosexualität wird er in den 50er Jahren verurteilt und in den Suizid getrieben. Erst 2013 wird Turing von der Queen rehabilitiert – und bekommt mit diesem bewegenden Drama ein eindrucksvolles Denkmal, das ohne viel Wahrscheinlichkeitsrechung höchst Oscar-verdächtig ist. Allen voran Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch, der scheinbar mühelos eine bravouröse Glanzleistung bietet. (programmkino.de).

Faszinierende Mischung aus Spionagefilm, Zeitdokument und Charakterstudie über den Vordenker des Computers. (KulturSPIEGEL)

Der Film erhielt den Publikumspreis Filmfestival Toronto 2014 und war nominiert für 8 Oscars (Film, Regie, Hauptdarsteller (Benedict Cumberbatch), Nebendarstellerin (Keira Knightley), Drehbuch, Schnitt, Ausstattung, Filmmusik)

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