DAS PROGRAMM

Donnerstag, 29. September 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Nebraska

Land/Jahr: US 2013     Regie: Alexander Payne     Länge: 110 Min.   
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Alexander Payne („About Schmidt“, „Sideways“) erzählt in diesem Film die tragikomische Geschichte des dickköpfigen Rentners Woody, der absolut überzeugt davon ist, mit einem windigen Werbeversprechen das große Los gezogen zu haben. Nun möchte er das Geld persönlich abholen, im 900 Meilen entfernten Lincoln, Nebraska. Widerwillig fährt ihn sein Sohn zum Absender der Lottoreklame. Bei einem ungeplanten Zwischenstopp in Woodys Geburtsstadt treffen sie auf ihre Verwandtschaft, alte Freunde und auch viele Neider, die sich vor allem für den neu gewonnenen Reichtum des seltenen Gastes interessieren. Der Vater-Sohn-Trip wird so nicht nur zu einer Reise in Woodys Vergangenheit, sondern vielmehr zur Suche nach Respekt und Anerkennung und vor allem nach etwas, wofür es sich lohnt, weiterzuleben.

Die raue und melancholische Winterlandwirklichkeit fernab von hektischen Metropolen hat Payne in ausdrucksstarkem Schwarz-Weiß eingefangen. „Nebraska“ ist eine leise Tragikomödie, die mit ebenso amüsanten wie ergreifenden Momenten feinfühlig von der Wichtigkeit von Träumen erzählt. In der Rolle des mürrischen Antihelden Woody brilliert Bruce Dern und strapaziert dabei so manchen Geduldsfaden.

2013 erhielt der Film in Cannes den Preis in der Kategorie „Bester Darsteller“, 2014 wurde er für 6 Oscars und 6 Golden Globes nominiert.

Dienstag, 18. Oktober 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Almanya – Willkommen in Deutschland

Land/Jahr: D 2011       Regie: Yasemin Şamdereli     Länge: 101 Min.     
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Wie verläuft das Leben, wenn man als 1.000.001 Gastarbeiter Ende der Sechziger Jahre nach Deutschland kommt? Man wundert sich über Toiletten mit Sitz, über Riesenratten an der Leine und fühlt sich ausgeschlossen, wenn die eigenen Kinder lieber in der fremden, statt in ihrer Muttersprache reden und Weihnachten toll finden. Doch der Gast blieb und fand zusammen mit seiner Familie eine deutsche Heimat. Almanya – Willkommen in Deutschland erzählt mit viel Humor und Einfühlungsvermögen die Geschichte von Hüseyin Yilmaz und seiner Familie, die Mitte der 60er Jahre ihre Heimat Türkei verlassen, um als Gastarbeiter das deutsche Wirtschaftswunder zu unterstützen.

Zuerst kam Hüseyin allein nach Deutschland, doch schon bald holte er auch seine Familie in dieses seltsame Land „Almanya“ voller exotischer Bräuche und Gepflogenheiten. Doch viel Zeit ist vergangen und Deutschland längst zur Heimat der Familie geworden. Nun als Rentner überrumpelt Hüseyin eines schönen Abends seine große Familie damit, dass er ein Haus in der Türkei gekauft hat und nun alle zusammen in die alte Heimat fahren sollen. Da stellt sich allerdings für den einen oder anderen die Frage, wo eigentlich seine Heimat ist. Doch Widerworte werden nicht geduldet, und so bricht die ganze Familie in die Türkei auf. Es beginnt eine Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen – bis der Familienausflug eine unerwartete Wendung nimmt.

Der sehr persönliche Film der Samdereli-Schwestern ("Kismet", „Türkisch für Anfänger“) beruht zum Teil auf eigenen Erlebnissen, die den Zuschauer auf unterhaltsame Weise teilhaben lassen an einer Welt zwischen Orient und Okzident, an einer großen kultur- und generationenübergreifenden Familiengeschichte.

Eine Produktion der Münchener Roxy Film ("Wer früher stirbt ist länger tot").

Deutscher Filmpreis 2011 in Silber in der Kategorie Bester Film,
Deutscher Filmpreis 2011 für das Beste Drehbuch.

Freitag, 4. November 2016, 17:00 Uhr,
"La Salle am Schloss" der Diakonie Stetten, Schlossberg 4

In Zusammenarbeit mit der Diakonie Stetten
Menschen mit Handicap und deren Begleitpersonen erhalten verbilligen Eintritt (3 Euro)

Vincent will meer

Land/Jahr: D 2010   Regie: Ralf Huettner   Länge: 95 Min. 
Altersfreigabe: ab 6 Jahre

Vincents Mutter ist vor wenigen Tagen gestorben, dennoch will Vincent ihren großen Wunsch erfüllen und noch einmal mit ihr ans Meer fahren. Zumindest mit ihrer Asche. Vincent leidet am Tourette-Syndrom, manchmal hat man aber den Eindruck, dass seine Umwelt mehr daran leidet als er selbst. Besonders Vincents Vater, der gerade im Wahlkampf sein politisches Amt verteidigen muss kann mit den Ticks und Flüchen nicht umgehen und steckt ihn in eine Therapieklinik. Schnell ergibt sich die Möglichkeit, doch noch nach Italien zu kommen. Gemeinsam mit der magersüchtigen Marie und dem zwangsneurotischen Alexander flieht ein merkwürdiges Trio im geklauten Auto aus der Klinik.

Ein klassisches Roadmovie hat Ralf Huettner nach dem Drehbuch von Florian David Fitz, der auch die Hauptrolle übernahm, abgeliefert. Fast scheint es so, als seien die aus der Therapie Entflohenen erst durch diese Reise zu einer Besserung ihres Verhaltens in der Lage, so machen alle Beteiligten einen Lernprozess durch. Trotz der Problematiken ums Anderssein und psychische Erkrankungen ein mit viel Musik erzähltes Feel-Good-Movie mit tollen Darstellern.

Mit mehr als einer Million Besucherinnen und Besucher war Vincent will meer im Jahre 2010 die vierterfolgreichste deutsche Kinoproduktion und erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat Besonders wertvoll

Bambi 2010 in der Kategorie Schauspieler national an Florian David Fitz
Bayerischer Filmpreis 2010 in den Kategorien Publikumspreis und Drehbuch
Deutscher Filmpreis 2011 in den Kategorien Bester Film und Bester Hauptdarsteller
Jupiter Award 2011 in der Kategorie Bester Film Deutschland

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 20:00 Uhr,
Alte Kelter Rommelshausen, Kelterstraße 84

Der unsichtbare Dritte

Land/Jahr: US 1959     Regie: Alfred Hitchcock     Länge: 136 Min.    
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Der Werbefachmann Roger Thornhill (Cary Grant) ahnt nichts Böses, als er plötzlich aus heiterem Himmel von Agenten entführt wird. Die Kidnapper unterliegen einem fatalen Irrtum: Sie glauben, Roger sei ein Spion namens George Kaplan. Sie bekommen aus Thornhill jedoch nichts heraus, weil der überhaupt nicht weiß, um was es eigentlich geht. Nachdem sie den vermeintlichen Kaplan betrunken gemacht haben, setzen sie ihn in ein Auto, um ihn bei einem inszenierten Unfall zu töten. Doch die Polizei kann Thornhill vor dem Tod bewahren. Nur seine Geschichte glaubt ihm niemand, auch seine Mutter nicht, was angesichts mangelnder Beweise kein Wunder ist. So bleibt Thornhill nichts anderes übrig, als weiterhin zu flüchten...

Alfred Hitchcock gelang mit diesem spektakulär inszenierten Klassiker einer der bemerkenswertesten Agententhriller aller Zeiten. Der Film entstand drei Jahre vor dem ersten Bond-Film "Dr. No" (1962) und funktioniert als gelungener Prototyp des Genres. Die virtuose Mischung aus Thriller, Abenteuerfilm und Krimi-Komödie verblüfft durch spannende Wendungen und ein aufwendiges Setting.

Und es gibt natürlich auch die berühmten Schauplätze: den Mord durch ein Messer im Gebäude der Vereinten Nationen, die Attacke des Giftmittel spritzenden Flugzeugs im Kornfeld und das spannende Finale auf den steinernen Gesichtern des Mount Rushmore.

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